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Erfolgreiche Bilanz der CLT-Übernahme – 4JET stärkt Position in der Laser-Glasbearbeitung nachhaltig

Das Foto zeigt mehrere Glasscheiben, die hintereinander aufgereiht sind.

Innovationsoffensive, neue Patentstrategie und Ausbau der Präsenz in Asien

Die 4JET Gruppe (Alsdorf bei Aachen) zieht ein Jahr nach der Übernahme der Corning Laser Technologies GmbH eine durchweg positive Bilanz. Die Integration des Anfang 2025 übernommenen Unternehmens ist weitgehend abgeschlossen und hat die technologische sowie strategische Position von 4JET im Bereich der Laser-Glasbearbeitung deutlich gestärkt.

Die wesentlichen Maßnahmen zur Integration des ehemaligen CLT-Standorts Krailling und der internationalen Teams wurden in kurzer Zeit umgesetzt. Dazu zählten die vollständige Entflechtung aus dem früheren Konzernverbund, die Zusammenführung der Organisationen sowie eine umfassende Bereinigung und Fokussierung des gemeinsamen Produktportfolios. Trotz der tiefgreifenden strukturellen Maßnahmen wurden alle laufenden Kundenprojekte planmäßig und termingerecht abgewickelt.

Technologische Meilensteine

Parallel zur organisatorischen Integration erzielte das Unternehmen erhebliche technologische Fortschritte. Insbesondere in der Weiterentwicklung der Anlagentechnik und der Prozesstechnologie konnte die verstärkte 4JET neue Maßstäbe setzen. Ein herausragendes Beispiel ist die Weiterentwicklung der EnP-Technologie (Enhanced nanoPerforation), mit der erneut signifikante Verbesserungen in der Kantengüte erzielt wurden. Beim Schneiden hochpräziser Glasbauteile, etwa von Waveguides für Augmented-Reality-Brillen, erreicht das 4JET-Verfahren eine Kantenfestigkeit, die die Ergebnisse konventioneller UKP-Laserschneidprozesse um mehr als den Faktor zwei übertrifft. 

„Die vergangenen zwölf Monate haben gezeigt, welches Potenzial in der Kombination der CLT-Technologien mit der Innovationskraft von 4JET steckt“, sagt Jörg Jetter, Geschäftsführer der 4JET Gruppe. „Wir haben nicht nur die Integration schneller und reibungsloser umgesetzt als ursprünglich geplant, sondern gleichzeitig unsere technologische Führungsposition in der Laser-Glasbearbeitung deutlich ausgebaut.

Neue Patentstrategie

4JET hat mit der Übernahme sein Patentportfolio im Bereich Glasbearbeitung mit Lasertechnik enorm ausgeweitet. Das Portfolio von über 60 Patentfamilien umfasst den Einsatz von nicht-diffraktiven, linienförmigen beziehungsweise Bessel-Strahlen zum Glasschneiden sowie zahlreiche Prozesse für die thermische Trennung und die Herstellung von Innenkonturen. 

Zum 31. Dezember 2025 wurden alle Lizenzabkommen mit Herstellern von Laserquellen oder Optiken beendet. Unternehmen, die rechtssicher die 4JET Technologie nutzen wollen, können künftig direkt mit 4JET Kontakt aufnehmen, um eine individuelle Regelung zu finden. Gleichzeitig hat das Unternehmen eine umfassende Past-use-Lizenz an einen führenden internationalen Glashersteller erteilt, um dessen installierte Basis von Laseranlagen von möglichen Ansprüchen freizustellen. 

"Wir investieren regelmäßig mehr als 10 Prozent unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung und damit mehr als die meisten Marktbegleiter. Unsere Kunden profitieren von diesen Innovationen und finanzieren sie über den Preis unserer Lösungen mit. Um diese Investition für beide Seiten zu schützen, werden wir unser Patentportfolio konsequent verteidigen", so Jetter.

Ausbau der internationalen Präsenz

Um die neuen Produkte und Fähigkeiten in Japan zu vermarkten, hat 4JET ein Distributionsabkommen mit der Shibuya Corporation abgeschlossen. Shibuya ist ein börsennotiertes japanisches Maschinenbauunternehmen. So wird das Angebot von Shibuya durch 4JET-Lösungen ergänzt, um den gemeinsamen Kundenstamm in Japan mit Automatisierungssystemen, lokalem Projektmanagement und Servicesupport zu bedienen.